2021 875 Jahre

14.09.2021

Gedenkfeier 875 Jahre Mackenzell

Am 12. September wurde in Mackenzell in einem festlichen Gottesdienst dem Jubiläum zu 875 Jahre Ersterwähnung gedacht.

Der Johannesplatz war gut gefüllt. Die Tonica, der Gesangverein, die Ehrenformation der Feuerwehr und des Schützenvereins, der Kirmesverein und viele weitere Vereinsvertreter und Gottesdienstbesucher saßen auf den bereitgestellten Stühlen, als Pater Uwe Barzen den Gottesdienst unter freiem Himmel eröffnete.

Der Gottesdienst wurde musikalisch mitgestaltet von der Tonica und dem Gesangverein Mackenzell. In der Predigt ging Pater Barzen anlässlich des Tages der Massenmedien, welcher in Deutschland jährlich am zweiten Sonntag im September stattfindet ein. Er beleuchtete die heute so intensiv genutzten digitalen Massenmedien und er stellte die Annahme auf, dass Jesus und seine Jünger wohl heute diese Medien nutzen würde, aber dass Jesus wohl einen höheren Anspruch an seine Follower gehabt hätte als die diversen heutigen Influencer auf Facebook, Instagram etc.

Die Vertreter der Vereine brachten die Fürbitten der Vereinsgemeinschaft vor. 

Im Anschluss an den Gottesdienst, begrüßte Sabine Trapp die Anwesenden und bedankte sich im Namen des Heimat- und Kulturvereins Mackenzell, bei allen Beteiligten, die diesen Gottesdienst mitgestaltet und bei den Planungen zu der Veranstaltung geholfen haben.

Bürgermeister Benjamin Tschesnok betonte in seiner Anrede die Vorzüge der Lebenseinstellung der Mackenzeller Bürger: die starke Gemeinschaft innerhalb der Vereinen und deren Bereitschaft generationenübergreifend zusammenzuarbeiten. Er bedauerte, dass eine weitere Stärke der Mackenzell „kräftig zu feiern“ im Moment Pandemiebedingt etwas zu kurz komme, aber er zeigt sich zuversichtlich, dass dies nach der Pandemie wieder möglich sei.

Die Ortsvorsteherin Katja Hartung-Jesensky verdeutlichte in ihrer Ansprache, dass neben der ersten urkundlichen Erwähnung von Mackenzell im Jahre 1146 nichts weiter wichtiges geschehen sei.  Daher sei dies ein besonders guter Grund, 875 Jahre Mackenzell zu feiern.  Sie hatte auch noch eine Überraschung vorbereitet: beplottete Leinentaschen und Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „Heimatliebe Mackenzell“ oder „Ich senn uis Maggezaell“ konnten gegen eine Spende erworben werden. Der Erlös von 178 Euro kommt den Opfer der Flutkatastrophe von Ahrweiler zu Gute.

Als Dankeschön für ihren Einsatz bei der Erstellung des digitalen Dorfrundgangs bekamen Kerstin Wächtersbach, Julia Richter-Gollbach und Sabine Trapp gleich eine der Taschen (mit Füllung) überreicht.

Die drei Damen stellten im Anschluss die digitale Dorfralley den Besuchern vor. Die App „Actionbound“ ist vor Nutzung kostenlos aus dem App Store bzw. Google Play Store herunterzuladen und auf einem mobilen Endgerät zu installieren. Zum Starten der Dorfralley kann entweder nach dem Bound „875 Jahre Mackenzell“ gesucht oder ein QR-Code gescannt werden.  Und dann geht’s auch schon los! Insgesamt acht spannende und informationsreiche Stationen warten auf die Interessierten und lassen sie in eine kurzweilige und abwechslungsreiche Entdeckungsreise eintauchen. Der Dorfrundgang kann individuell genutzt werden. Die acht Stationen können am Stück, an verschiedenen Tagen oder sogar vom heimischen Sofa aus betrachtet werden. Und das schönste dabei: dieser Dorfrundgang wächst immer weiter: die Nutzer können an verschiedenen Stellen Fotos und Sprachnachrichten hochladen, so wird der „Bound“ wirklich ein Mackenzeller „Gesamtkunstwerk“. Der Heimat- und Kulturverein dankt allen, die bei der Erstellung dieses Dorfrundgangs geholfen haben und wünscht viel Spaß dabei.

Ein weitere Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Kranzniederlegung durch den Bürgermeister und die Ortsvorsteherin. Die Freiwillige Feuerwehr und der Schützenverein Mackenzell stellten einen Ehrenzug. Untermalt wurde die Kranzniederlegung durch den Gesangverein mit dem stimmungsvollen Lied „Möge die Straße“ und die Tonica mit dem Stück „Ich hatte einen Kameraden“.

Im Anschluss sprach Pater Barzen den Segen und dankte noch einmal allen Beteiligten für die Gestaltung des Gottesdienstes.

Nach dem Gottesdienst durften die ersten Kinder die Aktion „Zukunft pflanzen“ starten. Unter den Linden am Dorfplatz wurden Zwiebeln von Frühblühern gepflanzt. Damit soll symbolisch ein Zeichen gesetzt werden:

Mackenzell feierte am 12.9 nicht nur die 875 Jahre Vergangenheit, sondern blickt vor allem auch zuversichtlich in die Zukunft.

Text: Sabine Trapp
Fotos: Dirk Gollbach

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