2018 Frühlingskonzert

„Klangvielfalt“ – Das Frühlingskonzert 2018 der Tonica Mackenzell

Vergangenen Sonntag richtete der Bläserchor Tonica Mackenzell wieder sein traditionelles Frühlingskonzert in der gut besuchten Stadthalle Kolpinghaus in Hünfeld aus. Unter dem Motto „Klangvielfalt“ gaben neben den Musikern der Tonica auch die Tonica Big Band sowie das vhs-Nachwuchsorchester MaNü vor einem zahlreich erschienen und gut gelaunten Publikum ihr Bestes und zeigten, wie vielfältig Blasmusik klingen kann.

Die Stimmung war von Beginn an fröhlich gestimmt, sodass bereits das Eröffnungsstück der Tonica („Florentiner Marsch“ von Julius Fucik) das Publikum zum Mitklatschen animierte.

Herzlich begrüßte Julia Richter-Gollbach das Publikum sowie die Ehrengäste der Tonica zu einem abwechslungsreichen Abend ganz getreu dem Motto „Klangvielfalt“ und wünschte gute Unterhaltung. Auch in diesem Jahr spendet die Tonica wieder 2 Euro der Eintrittskarten an die Aktion "Hünfelder Sorgenkinder", welche an dem Konzerttag durch die Vorsitzende Frau Fennel vertreten war. Sie erläuterte in ihren Grußworten die wichtige Arbeit der Aktion und zeigte noch einmal auf, wo genau die Hilfe ankommt und benötigt wird.

Nach der Begrüßung übernahm der Moderator Burkhard Merten das Mikrophon und führte mit seiner witzigen und charmanten Art durch das gesamte Programm. Er versorgte die Gäste mit Hintergrundinformationen zu den aufgeführten Stücken sowie zu den Komponisten und Arrangeuren und überbrückte die ein oder andere Umbauphase.

Der Bläserchor nahm die Zuhörer bei ihrem zweiten Stück „Oregon“ mit auf eine abenteuerliche Zugfahrt durch die faszinierende Landschaft des gleichnamigen nordwestlichen Staats Amerikas. Weiter ging es mit dem rhythmischen Werk „Sparkling Samba“, das Gilbert Tinner an die gleichmäßigen Bewegungen von Wasser angelehnt und aufgebaut hat. Hier wurde jedes Register mit abwechselnden lebhaften und ruhigen Melodien gefordert.

Eines der Highlights an diesem Abend war die Uraufführung der Polka „Tonica lädt ein“, welche von dem langjährigen Tonica-Mitglied Siggi Frohnapfel komponiert und arrangiert wurde. Den passenden Text hierzu dichtete seine Frau Manuela Frohnapfel. Begleitet wurde die Tonica von dem Gesangsduo Julia Richter-Gollbach und Matthias Weber.

Der Marsch „Der Lieblingstrommler“ forderte den Schlagzeuger Daniel Rübsam heraus, der seinen Soloauftritt mit Bravour meisterte und das Publikum mit seinen Trommlerkünsten begeisterte. Die darauffolgende böhmische Polka „Ein halbes Jahrhundert“ von Franz Watz präsentierte die Tonica gemeinsam mit dem Gesangsduo Julia und Matthias. Stephanie Oswald-Bänsch lieferte hierfür einen eigens geschriebenen Liedtext auf „platt“. Die Solisten Siggi Frohnapfel am Tenorhorn und Daniel Müller am Flügelhorn überzeugten bei der Polka „Zwei böhmische Schlawiner“ von Kurt Pascher.

Selbstverständlich wurde auch in diesem Jahr die Bühne für das vhs-Nachwuchsblasorchester MaNü geräumt, sodass hier knapp 20 Musiker unter der Leitung von Martin Genßler Platz nehmen konnten. Neben der Filmmusik „Get Smart“ von Irving Szathmary und „Pirates of the Caribean“ von Klaus Badelt präsentierte MaNü auch die Suite „Sinfonie No.4“ für Blasorchester, arrangiert von Timothy Broege.

Auch die Tonica Big Band unter der Leitung von Carolin Meyer ist ein fester Programmpunkt des Tonica Frühlingskonzertes und wurde mit Begeisterung erwartet. Der mitreißende Big Band Sound der Stücke „Get in on“ (Bill Chase, Terry Richards, Arr. Victor Lopez) und „Buffalo Wings“ (Jay Chattaway) überwältigte die Zuhörer. Mit der Ballade „Sunflower“, ebenfalls von Jay Chattaway, zeigte die Tonica Big Band ihre ruhige Seite und Solist Jan-Philipp Meyer sein Können an der Posaune.

Durch eine aktive Nachwuchsförderung sowie der Begeisterung von jungen Musikern die eigene musikalische Leistung unter Beweis zu stellen und weiter auszubauen, konnte die Tonica am Konzertabend stolz 14 Musikern das Musikabzeichen Bronze bzw. Silber überreichen. Herr Werner Vey, zweiter Vorsitzender des Kreis- und Stadtmusikverbands Fulda, führte die Ehrung durch.

Zurück auf der Bühne begrüßte die Tonica mit dem Stück „In the Stone“ von Gilbert Tinner die Zuhörer zum letzten Teil des Konzerts. Das anschließende Medley „80er Kult (tour)“ führte sinngemäß des Titels durch die verschiedenen Klänge der 80er-Jahre. Von „Skandal im Sperrbezirk“ über „Ohne dich schlaf‘ ich heut Nacht nicht ein“ bis hin zu „Sternenhimmel“ wurde der Zuhörer um einige Jahrzehnte zurückversetzt.

Carolin Meyer und Juliane Grosch präsentierten, gemeinsam mit der Tonica, ihr Gesangstalent und ihre starken Stimmen mit dem Lied „Don´t let the sun go down on me“ von Elton John und ernteten hierfür langanhaltenden Applaus.

Bevor die letzten traditionellen böhmischen Polkas „Böhmisch klingt´s am Schönsten“ und „Liebe Freunde“ an diesem Abend erklangen, legte die Tonica noch den mitreißenden Konzertmarsch „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger auf, bei dem das Publikum auch sofort mitklatschte.

Zum Schluss bedankte sich Katharina Giebel bei allen Aktiven, Freunden und Unterstützern der Tonica sowie dem Publikum für ihr Kommen und ihren Applaus und lud zu einem baldigen Wiedersehen beim diesjährigen Tonica Sommernachtsfest vom 03.-06.08.18 im Tonica Steinbruch ein.

Unter tosendem Applaus verabschiedete die Tonica sich und erfüllte natürlich noch die Rufe nach zwei Zugaben.

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Text: Katharina Giebel
Fotos: Dirk Gollbach