2018 Theater "Der Haustyrann"

Laienspielgruppe brillierte auch 2018 mit dem Lustspiel „Der Haustyrann“

Die Laienspielgruppe Mackenzell zeigte in der Theatersaison 2018 in mehreren Aufführungen, die alle ausverkauft waren, den Schwank in drei Akten „Der Haustyrann“, der wie seit vielen Jahren im hiesigen Dialekt gesprochen wird und auch manche derbe Dialekt-Schimpfwörter benutzt, wie sie früher auf dem Lande zu hören waren. Die Laiendarsteller zeigten ihr volles Können und der Saal in der Gaststätte „Zum Ulmenstein“ bebte teilweise vor Lachen.

Bauer Otto Knotterbeck (Eugen Roth) wurde in seiner Kindheit bereits tyrannisiert und tobte dies nun wiederum als Oberhaupt der Familie in seinem Bauernhof aus. Er brüllte jeden an, ob seine Frau Maria (Edelgard Wehner), Tochter Franzi (Nadine Ritz) oder Magd Urschi (Eleonore Schön-Janele) und Knecht Stefan (Markus Schön). Die Beiden hatten im Geheimen eine Liebschaft begonnen, wobei sie der Vater überraschte, natürlich gab es wieder Spektakel. Obendrein war der Knecht der Sohn seines Erbfeindes, was der Bauer aber nicht wusste. Selbst mit seinem Bruder Hans (Markus Hartung), der Beamter war und nach vielen Jahren zu Besuch kam, legte er sich brüllend an und behauptete wie immer das Gegenteil seiner eigenen früheren Behauptungen, genau wie bei seiner Familie, die deshalb fast daran zerbrach. Selbst der Kuh Wally hätte er am liebsten den Zeitpunkt des Kalbens vorgeschrieben. Auch vorm Essen verlangte er plötzlich etwas anderes, als er vorher bei seiner Frau bestellt hatte. Er drehte alles um, und dies alles konnte so nicht weitergehen.

Bruder Hans hatte wegen dieser Unerträglichkeiten eine Idee, die er mit der Familie umsetzen wollte. Sie drehten kurzerhand den Spieß um, und Otto wurde mit seinen eigenen Waffen geschlagen, sodass er an seinen eigenen Worten zweifeln musste. Geschlossen machen die Familie, Hans, der Knecht und die Magd den Bauern mürbe. Durch angebliche Mäuse im Raum, die die Familie suchte und weitere irrige Maßnahmen drehte er fast durch und suchte Rat bei Dr.Zuckmayer (Andreas Pappert), um zu klären, ob er noch normal sei. Doch dieser war selbst durch das Medikament „Stritzi-Litzi-Pin“ geschädigt und konnte ihm auch nicht groß weiterhelfen. Um den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren, ist er jetzt überzeugt, dass er all den Unsinn, den seine Familie vollbringt, selbst angeordnet hat. Mit seinen utopischen Befehlen macht er alle im Haus glücklich, auch die jetzt akzeptierte Liebschaft der Tochter mit dem angeblichen Knecht, bzw. Sohn seines früheren Erbfeindes.

Und wie es so schön heißt: Ende gut, alles gut.

Hinter den Kulissen wirkten mit:

Regie: Edelgard Wehner, die die Seele der Gruppe ist, zusammen mit Eugen Roth

Souffleuse: Margot Gerlach

Maske: Karin Nowak

Bühnenbau: Willi Möller

Technik: Andreas Pappert

Kassierer: Gregor Wehner

Text: Winfried Schön, ergänzt aus der Inhaltsangabe des Verlages

Fotos: Michael Schön