2017 Dreireihentanz

Am Sonntag, 05. November 2017 fand der Dreireihentanz unter dem Kirmesbaum statt

23 Paare leben die Kirmestradition weiter

Zwei Wochen nach dem Baumaufstellen war es endlich soweit. Unter dem Motto „Kirmes

Mackenzell – wir verlassen die Tafelrunde mit verbeulter Rüstung, wenn´s draußen wird hell´“, lud

die Kirmesgesellschaft zum Feiern ein. Die Gaststätte Goldener Engel verwandelte sich für ein

Wochenende zur Partyhochburg und war Schauplatz für Kirmesfreunde aus nah und fern.

Bereits am Freitag fanden sich viele Gäste in Mackenzell ein. Harald „Magic“ Kirchner brachte die

Stimmung mit Keyboard und Zerrwanst zum Überkochen. Egal ob Schunkelrunde, Sirtaki tanzen oder

Bob fahren – die Feierwütigen waren für jeden Spaß zu haben.

Die Nacht war für einige ziemlich kurz, denn bereits am nächsten Morgen traf sich die

Kirmesgesellschaft zum Umspielen. Gemeinsam ging es von Haus zu Haus, um die Anwohner zum

Tanz unter dem Baum einzuladen. Umrahmt wurde das Umspielen wie jedes Jahr von dem

Bläserchor Tonica, die nicht nur traditionelle Kirmeslieder anspielten, sondern auch das ein oder

andere Geburtstagsständchen zum Besten gaben. Bedanken möchten wir uns noch einmal bei allen

Verpflegungsstationen im Dorf. Wir wurden mit Bratwürstchen, Suppe, Pizza, Brezeln, belegten

Brötchen, Kräppeln und allem was das Herz begehrt verwöhnt. Ohne die fleißigen Helfer würde die

Kirmes den Tag nicht überstehen. Nach dem Umspielen ging es zum traditionellen Eieressen. Neu

war für alle, dass die hungrigen Tänzer und Musiker im Sportlerheim einkehrten. Die alte Kirmes hat

hierfür sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt, sodass einem tollen Abschluss nichts im Wege stand.

„Wenn man so n´ paar Alte hat ist alles wieder gut.“ Auch an dieser Stelle vielen Dank für den

unermüdlichen Einsatz. Abends heizte Enrico Weider dem Saal ein. Mit seiner eigenen

Tanzchoreografie zog er viele Gäste in seinen Bann. Nach der eigentlichen Party ging das Treiben in

der Kneipe noch bis ins frühe Morgengrauen.

Der Haupttag Sonntag zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Schon als die Kirmesgesellschaft

morgens den Gottesdienst besuchte und mitgestaltete, schien es zu regnen ohne Ende. Nach dem

Mittagessen spielte die Tonica zur Generalprobe im Saal auf. Hier wurden letzte Tipps und Tricks

ausgetauscht und dann ging´s auch schon los. Das Fotoshooting wurde kurzerhand wegen des Regens

in die Kirche verlegt, aber danach gab es kein Drumherum. Dem Regen wurde getrotzt. 23

Kirmespaare, das Kinderpaar, Ortsvorsteherin Anette Trapp, Pater Barzen und die Tonica

marschierten von der Kirche zum Kirmesplatz. Dort standen viele Zuschauer bereit, die trotz des

Regens den Weg nach Mackenzell unter den Baum gefunden haben. Direkt nach dem Walzer richtete

Ploatzknecht Felix Hahn ein paar Worte an das Publikum. Anette Trapp zauberte mit ihrem „Kirmes –

whooooo“ ein Lächeln in die Gesichter und Pater Barzen gab zu verstehen, dass es gut sei katholisch

zu sein. Der 1. Vorsitzende René Heller sah die Wetterverhältnisse nicht so tragisch. „Es könnte

schlimmer sein, schließlich Blitzt und Donnert es nicht!“ Zu den Klängen der Tonica folgte der

Rheinländer. Im Anschluss wurden die Kirmespärchen vorgestellt. Etliche Jahresorden wurden in

diesem Jahr ausgehändigt. Besonders der Orden für 13 Jahre Kirmes ist hier zu erwähnen. Carolin

Baier hat diesen Rekord in diesem Jahr aufgestellt und konnte sich über ein Kirmesbaum-Unikat

freuen. Nach der Polka folgten eine kleine Spielerunde, sowie die Ehrung aller Helfer. Außerdem

verteilte die Kirmes Blechkuchen und Schaps. Mit dem Publikumswalzer wurde der Drei-Reihen- Tanz

2017 abgeschlossen und sowohl die Kirmes als auch die Gäste strömten in den Saal. Bei Kaffee und

Kuchen konnte nach Herzenslust geschlemmt werden. Für die Kinder stand Spiel und Spaß bei der

Kinderkirmes auf dem Programm. Gemeinsam klang der Tag in der Kneipe aus.

Am Montag ging es weiter mit dem Umspielen in Molzbach. Gegen Mittag kehrte die Kirmes im

Hause Baier zum Brunch ein, bevor es wieder zurück nach Mackenzell ging. Bei der großen Tombola

mit der Verlosung des Kirmesbaums kehrten zahlreiche Mackenzeller Vereine ein. Jeder wollte ihn

haben, den Kirmesbaum. Am Ende blieb das Bäumchen in Mackenzell. Familie Wehner sahnte den

Hauptpreis ab und kann sich über einen warmen Winter freuen. Der Abend wurde umrahmt von

Bernd Jörges am Keyboard. Mit einem weinenden und einem lächelnden Auge neigte sich die Kirmes

2017 dem Ende. Die Freude auf das Jahr 2018 ist schon jetzt riesengroß!

Die Kirmesgesellschaft Mackenzell möchte sich bei allen Helfern, Sponsoren und Unterstützern

bedanken. Ein gut funktionierender Verein ist nur durch viele freiwillige Helfer, Freunde und

riesigen Teamgeist zu erreichen. Ohne euch wäre die Kirmes nicht zu schaffen!

Fotos: Manuela Böhm-Weber

Text: Tatjana Baier

-