2019 Back- und Mühlentag

07.07.2019

Der Heimat- und Kulturverein feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Grund im Laufe des Jahres zu verschiedenen Veranstaltungen gemäß dem Motto: Wesst ei noch be´s domols woar? ein.

Am Samstag, den 06.07.2019 fand eine weitere historische Veranstaltung statt, der „Backtag mit Mühlenbesichtigung in der Kappmühle“ – ganz nach dem Motto Vom Korn zum Brot.

Zuerst zum Korn:
In der Kappmühle wurden ganztägig Mühlenführungen angeboten, eine besondere Gelegenheit, da die Mühle sonst nicht mehr in Betrieb ist.

Der Eigentümer Wilhelm Brehl führte interessierte Besucher durch 4 Etagen und erklärte fachkundig den Herstellungsvorgang.

Wartende Gäste konnten sich vorab an Informationstafeln über die Funktionsweise der Mühle informieren, im Mühlenkino in der Scheune einen Film über die Mühlentechnik anschauen oder an einer der Außenführungen rund um das Mühlrad mit Eduard Götze teilnehmen.

Die Besucher waren begeistert und dankten dem Heimat- und Kulturverein für diese einmalige Aktion. Unter den Interessierten waren unter anderem ein professioneller Fotograf, der die Kappmühle für einen Mühlenkalender fotografiert hat oder andere Vereine, die nach privaten Führungen fragten.

Viele auswärtige Besucher meinten, dass Mackenzell sich glücklich schätzen kann, solch eine Besonderheit im Ort zu besitzen.

Nun zum Mehl:
morgens um halb sieben wurde schon das Feuer im Backhaus angeheizt, damit sich die Gäste ab 10 Uhr die deftigen Backhausfladen und Flammkuchen schmecken lassen konnten, die von Stefan Kiekopf mit Freude zubereitet wurden.

Zusätzlich gab es den ganzen Tag über im und vor dem Backhaus verschiedene Aktionen, bei denen die Leute zuschauen und Fragen stellen konnten.

So wurde gezeigt, wie die Glut aus dem Ofen geräumt wird und dieser anschließend mit dem „Wiesch“ nass ausgewischt wird. Nun konnte gebacken werden. Die zum Backen vorbereiteten Brote wurden abgedeckt im Körbchen mit dem Kerner zum Backhaus geschoben, dort wurden sie genau wie früher mit dem „Schießer“ in den Ofen gebracht.

Vor dem Backhaus wurde währenddessen alles für den Ploatz und Kartoffeldätscher zubereitet.

Einige Leute erkannten gleich bei den ersten Handgriffen was hier zubereitet wird und begannen von früher und ihren Erfahrungen zu erzählen. Andere fragten nach den Rezepten dieser typisch regionalen Spezialitäten.

Die fertigen Brote wurden aus dem Ofen geholt und der Ofen neu angeheizt, damit bis zum Abend weiter gebacken werden konnte. Nun wurde es Zeit, den Hefeteig für den Nachmittagskuchen vorzubereiten, der noch wie früher mit einer alten Waage abgewogen und per Hand geschlagen wurde. Abgedeckt in der schönen Mittagssonne war es ein leichtes ihn schön locker aufgehen zu lassen. Währenddessen konnten andere Dinge wie Schmandcreme zubereitet oder Johannisbeeren gezupft werden. So entstanden im Laufe des Tages Ploatz, Dätscher, Fettebrote, Heidelbeerkuchen, Zuckerkuchen, Streuselkuchen und Johannisbeerkuchen, die von den Gästen kostenfrei vernascht werden konnten.

Auch die Kinder hatten ihren Spaß sowohl beim Zuschauen im Backhaus, am Mühlgraben oder beim eigens für sie gemachten Kinderquiz. Mit Hilfe zweier Lösungsstationen, die auf dem Weg zwischen Mühle und Backhaus aufgestellt waren, konnten sie ihre Fragen lösen und bekamen dafür einen kleinen Preis.

Es war ein sehr geselliger Tag, bei dem viele Erinnerungen von früher geteilt wurden.

Der Heimat- und Kulturverein bedankt sich bei allen, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben.

Text und Fotos: HuKV

Das schreibt die Fuldaer Zeitung über uns.

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