2017 Ausflug Gesangverein Bayrischer Wald

4-tägiger Ausflug des Gesangvereins in den Bayerischen Wald

Die alljährliche Ausflugsfahrt des Gemischten Chores des Gesangvereins fand vom 14. bis 17. November 2017 statt. Die Organisation oblag wieder bei Annette Trapp, die mit dem Reiseveranstalter Michael (Christa) Hämel aus Dirlos und dem Busunternehmen Stumpf mit Fahrer Eberhard ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellte, das die 34 Mitreisenden voll begeisterte. Jeder, der nicht dabei war, hat bei diesem tollen Ausflug bei überwiegend herrlichem Wetter und einem bunten Programm mit mehreren Höhepunkten etwas versäumt.

Die Fahrt führte zunächst über die A 7 bis Nähe Würzburg zur A 3 zum Autobahnrasthof Haid, wo das traditionelle Frühstück am Bus eingenommen wurde. Als erste Sehenswürdigkeit stand der mächtige klassizistische Tempel Walhalla bei Regensburg an, der sich etwas im Nebel versteckt hatte. Dort sind berühmte Köpfe aus vielen Bereichen verewigt, wie Kaiser, Könige und Politiker wie Konrad Adenauer. Weiter ging es ins Hotel „Mariandl“ nach Elisabethszell in der Nähe von Straubing, wo uns der singende Wirt Stefan Dietl bereits humorvoll erwartete. Nach dem Einchecken wurde die kleine Kirche besucht, wo die Gruppe des Gesangvereins unter Leitung der Dirigentin Monika Meyer ein Lied sang und Pfr. i.R. Dr. Alois Hilbert ein Gebet sprach. Zum schmackhaften Abendessen musizierte ein Duo, bis dann danach ein Quartett als ersten Höhepunkt spitzenmäßig verschiedene Musical-Lieder darbot. Die Zuhörer waren allesamt über die gesangliche Darbietung begeistert.

Am zweiten Tag begleitete uns der ortsansässige Reiseführer Alfons mit seiner „Quetschkommode“ und sorgte auch mit seinen kernigen Sprüchen für beste Unterhaltung. Am Deutsch-Tschechischen Bahnhof mit Blick auf den „Großen Arber“, auf dem Neuschnee lag, betrieb Alfons musikalisch Gymnastik mit der Gruppe. Über die sogenannte „Glasstraße“ ging es zur Kristall-Glas-Erlebniswelt mit ihrer Vielfalt an Glaserzeugnissen, und anschließend durfte natürlich eine Bärwurzerei nicht fehlen, wo die verschiedensten Destillate probiert werden konnten. Abends nach dem Essen wurde das zweite Highlight geboten. Die begnadeten Sängerinnen, die Geschwister Anita und Alexandra Hofmann, die zu Dauerbrennern des deutschen Schlagers gehören, präsentierten ihr großartiges Repertoire, wobei sie auch vielfältige Instrumente virtuos spielten.

Bei der Fahrt am dritten Tag begleitete Hotelchef Stefan die Gruppe zunächst zur Marien-Wallfahrtskirche am Bogenberg, wo seit 500 Jahren am Pfingstsonntag eine Wallfahrt zur 120 m über der Donau liegenden Kirche stattfindet. Dabei wird eine 13 Mtr hohe ca. 50 kg schwere Kerze, bestehend aus einem dünnen Fichtenstamm, der mit Wachs umwickelt ist, auf der Schulter zweier Träger und an manchen Streckenabschnitten stehend von einem einzigen Mann alleine getragen. In der Kirche hatte dann der Hotelchef noch ein besondere Überraschung organisiert. Eine Sängerin des Quartetts von vor zwei Tagen begeisterte mit dem Schubert-Lied „Ave Maria“, wobei sie sich auch selbst mit der Orgel begleitete. Man konnte sagen, das ging unter die Haut. Nach diesem Erlebnis wurde in einem früheren Gefängnis in Mitterfels das Heimatmuseum besichtigt. Dort hat ein einziger Sammler unzählige frühere Gebrauchsgegenstände zusammengetragen und damit ein Museum eingerichtet. Es zeigt die verschiedensten Geräte und Werkzeuge längst vergangener Zeiten. Anschließend wurde die Stadt Straubing besucht, in der vielfältige Kirchen und Baudenkmäler begeisterten, insbesondere auch ein Kirchenfenster in der Basilika „St. Jakob“.

Die Darstellung des Moses-Fensters ( 7 x 2,50 Meter hohe Fenster) weist den Gesamtentwurf nun eindeutig dem berühmten Maler Albrecht Dürer und der Werkstatt eines Nürnberger Stadtglasers zu, was erst im Jahre 2004 bewiesen werden konnte. Es zeigt die Übergabe der Gesetzestafel an Moses. Im Anschluss an den Stadtrundgang wurde zur kleinen Stärkung am Bus eingeladen, wo es Kuchen gab, den mehrere Mitfahrer-Frauen gebacken hatten.

Ein bayerischer Abend mit Schweinshaxen, Weißwürst, Leberkäs und weiteren Leckereien bildete das Abschlussessen im Hotel bei zünftiger Life-Musik, wobei auch der Wirt selbst mitsang.

Am vierten Tag hieß es nach dem üblichen reichhaltigen Frühstück Abschied nehmen. Auf der Rückfahrt wurde in Regensburg Halt gemacht, wo uns ein Stadtführer erwartete und uns über die steinerne Brücke, die zum Weltkulturerbe gehört, in die Altstadt mit ihren engen Gassen und Hinterhöfen bis hin zum Dom führte und überall entsprechende Informationen gab. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem Lokal direkt an der Donau ging es auf den Heimweg. Unterwegs gab es noch ein schokoladiges Erlebnis in der Confiserie Seidl in Laaber. Kurz vor Ende der Fahrt skizierte das Vereinsmitglied Christa Gensler aus Dammersbach humorvoll in Versform die ereignisreichen Tage und schloss dabei auch den Dank an die Verantwortlichen der Reise mit ein.

Bericht und Fotos: Winfried Schön