2019 Hutzelfeuer

01.04.2019

Das Hutzelfeuer wurde in diesem Jahr zum ersten Mal nicht traditionelle am Hutzelsonntag angezündet. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Mackenzell / Molzbach zogen am geplanten Tag des Anzündens ab 11 Uhr, wie in jedem Jahr, durch Mackenzell und sangen das traditionelle Hutzellied. Dabei sammelten sie fleißig Spenden für das Aufsetzen von Schnittgut und Weihnachtsbäumen, um die Tradition weiterleben zu lassen. Allerdings bekamen sie währenddessen die Nachricht, dass das Hutzelfeuer an diesem Abend aus Sicherheitsgründen wegen der bevorstehenden Stürme nicht angezündet werden kann. Kurzfristig wurde den Bürgern im Feuerwehrhaus eine Alternative bereitet, sodass dem Grillwürstchen und Glühwein nichts mehr im Wege stand. Zusammen verbrachten wir noch ein paar Stunden.

Eine Woche später am Samstag den 16. März war es dann endlich soweit. Bereits am Nachmittag bereitete die Jugendfeuerwehr das Hutzelfeuer zum Anzünden vor, indem sie Stroh und Heu unter das Hutzelfeuer legen. Gegen Einbruch der Dunkelheit konnte das Feuer dann wie gewohnt durch die Jugendfeuerwehr mit Fackeln entzündet werden. Besonders die Jugendlichen waren sehr stolz auf das Ergebnis und freuten sich, dass über Wochen aufgebaute Feuer zu bewundern. beliebt und wird durch Betreuer der Wehren beaufsichtigt. Die Besucher konnten sich das Schauspiel aus nächster Nähe anschauen und mit Glühwein und Bratwurst einen tollen Abend genießen. Auch in diesem Jahr kamen viele Kinder mit Laternen und Fackeln, um das Feuer anzusehen, wobei sie auch sichtlich Freude hatten. 

Die Vorbereitungen für das traditionelle Errichten des Hutzelfeuers begannen jedoch schon Wochen vor dem Anzünden. Bereits im Dezember bauten wir das Gerüst. Am Samstag, den 19. Januar, trafen sich Mitglieder der Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr um 12 Uhr und fuhren wir mit Traktoren und Anhängern durchs Dorf, um wie in jedem Jahr die Weihnachtsbäume, die wir anschließend zum Hutzelplatz fuhren, einzusammeln. Das ist immer ein besonderer Spaß für alle Beteiligten.

In den Wochen darauf hatten die Bürger aus Mackenzell die Gelegenheit, zu festgelegten Anfahrtszeiten, Reisig und Baumschnitte zum Hutzelfeuerplatz zu bringen. Dieses Material wurde in wochenlanger Arbeit von den Jugendlichen, mit Unterstützung der Einsatzabteilung der Wehren aus Mackenzell und Molzbach, mühsam aufgeschichtet. Traditionell wird auch immer eine Hutzelpuppe auf dem Hutzelhaufen verbrannt, um den Winter zu vertreiben.

Die Helfer wurden, wie bereits in den vorigen Jahren, von den Kindern und Betreuern der Kinderfeuerwehr versorgt. Dies ist für die Helfer beim Hutzelfeuer besonders wichtig, da die Arbeit sehr mühsam und arbeitsintensiv ist. Zum Schluss kommen noch die zuvor eingesammelten Weihnachtsbäume zusammen mit der Hutzelpuppe auf das Feuer. Die Jugendlichen bewachen nach getaner Arbeit in der Nacht vom 17. Februar auf den 18. Februar den Hutzelhaufen am Lagerfeuer, bis in die frühen Morgenstunden, um ein vorzeitiges Brennen des Hutzelfeuers zu verhindern.  Diese alte Tradition ist bei den Kindern und Jugendlichen sehr

Die gesammelten Einnahmen des Hutzelfeuers tragen zur Finanzierung der Kinder- und Jugendfeuerwehr in Mackenzell bei.

Ein besonderer Dank geht abschließend an alle Helfer und Besucher für ihr Kommen und ihre Unterstützung.

Text: Johanna Bender