2019 Fremdensitzung 2

24.02.2019

Narren mischen die Zirkus-Manege auf!

Ein unglaublich tolles, abwechslungsreiches gigantisches Programm boten die Aktiven in Mackenzell bei den beiden Fremdensitzungen. Jeder im Publikum war beeindruckt von den vielen Ideen, tollen Kostümen, witzigen Spitzen auf das Mackenzeller Dorfgeschehen und das Umland. Man ging nach voll gepackten 6 Stunden Programm nach Hause und keiner hatte eine langweilige Minute erlebt. Die MKV bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Aktiven und auch bei den vielen Helfern wie den super Technik-Jungs, dem Videograf oder Fotograf, die viel Zeit und Energie in die beiden Abende gesteckt haben - ohne Euch hätten wir alle nicht einen so tollen Abend erleben können!!!

Durch das Programm führten als „Ansager“ – Mazeg Mozov (Uli Tümmler) und Olga Popova (Birgit Schön), die als Clowns die vielen Beiträge mit Seifenblasen, Gitarre oder Zauberei ohne ein Wort zu sprechen ankündigten und auch das Publikum mit einbezogen.

Den Anfang machte die Tonica und das Gremium der MKV, die die Zirkus Manege getreu dem diesjährigen Motto "Mit Artisten, Clowns und Zauberei - rufen MAZ und MOZ "Manege frei!"" eröffneten. Bei der Tonica kamen die beiden Clowns MOZ (Stefan Meyer) und MAZ (sein Sohn Jan-Philip Meyer) mit Horn und Posaune auf die Bühne, und bewiesen, wie gut sie diese Instrumente beherrschen und dass man Posaune auch mit dem Fuß spielen kann. Auch Cordula Grün, Franc Sinatra oder Russland wurde hier in den Zirkus Tonicus gebracht. Daniel Trapp erklärte in der Bütt wie es so ist, "wenn Du Vorstand bist in unseren Vereinen" und traf als Vorstand der TSG den Nagel auf den Kopf und sprach den anderen Vorstandskollegen im Saal aus der Seele. Auch der Gesangverein (Leitung Birgit Hillenbrand) hatte das Thema Zirkus aufgegriffen: im Kirchenzirkus begannen sie als Kirchenbesucher und nahmen gekonnt das Kirchenblatt mit den Abkürzungen für die Orte Mac, Molz, Dam, Nü oder Rim auf die Schippe, bevor sie als Dompteure toll kostümiert mit Liedern über Daniel Trapp, Benny Tschesnok oder den Maler Pepe mit tollen Texten den Saal zum Mitsingen brachten. Auch bei den Bänkelsängern (Didi Ebert, Hans-Hermann Hillenbrand und Burkhard Merten) kam das Dorfgeschehen mit dem dünnen Kirmesbaum, Fachkräftemangel oder dem Kindergarten zur Sprache. Sie hatten aber auch eine Trilogie über Molzbach mitgebracht und empfohlen den Hünfelder Rathausherren, von den derzeitigen Containern doch lieber ins Mackenzeller Schloss zu ziehen - denn hier haben die Beamten jeder sogar ein Schlafzimmer. Spontan kam hier der Ortsvorsteher aus Molzbach (Udo Tischler) auf die Bühne, dessen Modell mit ner Kneipe als DGH ja nun auch in Mackenzell umgesetzt wird. Die Molzbacher Biber verwandelten den ganzen Saal in ein Flugzeug und gaben lustige Stewardess-Anweisungen, wie man sich während so einem Flug durch das tolle Programm mit Klatschen, Schunkeln, Trinken oder Raketen so verhalten muss. Als Zugabe sang der ganz Saal dann gemeinsam „über den Wolken“.

Ortsvorsteherin Annette Trapp „liebt Mackenzell“ mit seiner super Vereinsgemeinschaft, auch wenn die Stadt Hünfeld als DGH nur die „Ruine“ Gaststätte Trapp und kein modernes DGH bezahlen möchte. Pfarrer Barzen lief mit Kohle-Weihrauch durch den Saal, bevor auch dieser wegen Feinstaub in Elektro-Weihrauch umgewandelt wird.

Einen weiteren tollen Beitrag über das Dorf brachte die Kirmes mit "Bares für Rares", hier wurde ein Setzling für den Kirmesbaum, eine Toilettenbürste oder ein verstaubter Pokal der TSG zu viel Geld gemacht. Alle freuten sich auf die Bütt von Holger Muschik und wurden mal wieder nicht enttäuscht: er beherrscht es einfach perfekt, in Reimform das Leben mit 50 als „Jung-Senior“ zum Besten zu geben und brachte das Publikum mit Geschichten vom Klassentreffen, als Ehemann, Golfer oder Mann mit Trieben zum Lachen. Die Zuschauer kamen dann aus dem Lachen gar nicht mehr heraus, als Theresa Dick als Grundschullehrerin verschiedene Elterngespräche mit Ihren Schwestern Andrea Vogt und Melanie Aha nachspielte: hier wurden die heute so typischen Helikopter-oder Waldorf-Eltern toll aufs Korn genommen und die Lehrerin verzweifelte, als sie einem lesbischen Paar mit Barbie-Puppen versuchte zu erklären, dass die Kinder nicht durch "Biene und Blume" entstehen.

Natürlich dürfen bei einer solch tollen Sitzung auch Tanzgruppen nicht fehlen, von den 9 Gruppen aus Mackenzell und Molzbach waren dabei: die Dancing Queens (Leitung Christina Kirst und Tanja Waider), die mit ihrem sehr flotten Marsch den beiden älteren Garden Red Diamonds und Red Stars in nichts nachstanden. Alle wirbelten froh gelaunt und strahlend über die Bühne und zeigten tolle Formationen und sprangen in den Spagat. Ein Augenschmaus sind dann aber vor allem immer die Show-Tanz-Einlagen: die Red Pearls (Leitung Jana Baumgart, Kerstin Wehner, Victoria Kollmann) tanzten schwungvoll als Cow-Girls über die Bühne, die Molzbacher Voltis (Leitung Kristina Baier) verwandelten den Saal in einen afrikanischen Voodoo-Tempel und ließen die Zuschauer die Luft anhalten, wenn sie mit ihrer akrobatischen Höchstleistung in wahnsinnig aufwändigen Kostümen die Mittänzer in die Höhe hoben. Bei den Männer-Gruppen machten die Dancing Boys (Leitung Iris Schön und Tanja Rützel) den Anfang mit David Hasselhoff und gleich zwei Pamela Andersons, die als BeachBoys die Bühne rockten und die Kollegen als Surfbrett benutzten. Den perfekten Schlusspunkt an einem wahnsinnig tollen Abend setzte dann Schritttempo, die mit ihrem Dark Circus und einer tollen Ausstrahlung von Marionetten zu Tänzern wurden und sogar Conchita Wurst mitgebracht hatten.

Text: Ulli Schön

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